Bei Tesla läuft die Diagnose anders als bei einem klassischen Fahrzeug: die üblichen DTC sind nicht immer aussagekräftig und ein Fehlerspeicher-Löschen, wie wir es kennen, gibt es nicht. Die echten Fehler stehen im Menü "Alerts", das wie eine Echtzeitüberwachung funktioniert. Diese Anleitung zeigt Scan, Auswertung der "Alerts" und der "Live values".
Benötigte Lizenzen
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Hardware / Kabel
AVDI
ZN087
CB027
ZN071
⚠ AchtungFühre vor dem Anschließen vollständig die Anschlussprozedur aus Kapitel 3 des Handbuchs aus (Sicherungsmaßnahmen Model 3 und Verwendung des Satzes ZN087): ein fehlerhafter Anschluss kann Fahrzeug, AVDI und PC beschädigen.
Ablauf
Schließe den AVDI gemäß der ZN087-Prozedur an das Fahrzeug an (CB027 am BCM beim Model 3, ZN071 an der Diagnosebuchse bei Model S/X) und stelle eine stabile Internetverbindung sicher: die Software ist serverbasiert.
Starte "Abrites Diagnostics for Tesla": beim Start Marke und Modell wählen (Model 3, Model S oder Model X). Das Fahrzeugprotokoll wird automatisch erkannt und das Fenster "General Diagnostics" öffnet sich.
Starte den Scan aus dem Fenster "General Diagnostics", um die Liste der im Fahrzeug vorhandenen Module zu erzeugen (Module Identification). Nutze sie, um die zu bearbeitenden Module zu identifizieren.
Beachte, dass die Angaben in der Modulliste und in den auf diesem Weg gelesenen "DTC" bei Tesla nicht immer zuverlässig sind: sie dienen der Orientierung, nicht dem Abschluss der Diagnose.
Um die echten Fehler zu lesen, drücke die Schaltfläche "Alerts" auf der linken Seite des Hauptfensters: das ist bei einem Tesla der korrekte Weg, "DTC zu lesen".
Wähle im Menü "Alerts" links das gewünschte Modul: rechts erscheinen alle für dieses Modul überwachten Parameter.
Interpretiere die Werte: "0" bedeutet kein Fehler am überwachten Parameter, "1" bedeutet Problem vorhanden. Die Werte sind dynamisch: überwachst du zum Beispiel eine defekte Lampe (Wert 1) und tauschst sie, springt der Wert von selbst auf 0.
Suche nicht nach einer Funktion zum Fehlerlöschen: bei Tesla gibt es sie so wie bei anderen Fahrzeugen nicht. Die Fehler verschwinden automatisch, sobald das Problem behoben ist, ein Löschen ist also nicht nötig.
Tesla liefert in der Diagnose keine Klartextbeschreibung der Codes: notiere den Fehlercode und suche ihn anschließend in der Tesla-Fehlercode-Datenbank auf deren Website.
Für Echtzeitdaten "Live values" drücken und dann das Modul auswählen, dessen Parameter du sehen willst: nutze sie, um Sensoren und Stellglieder während der Reparatur zu prüfen.
Referenz-Screenshots
Quelle: Manuale Abrites Diagnostics for Tesla v1.3, cap. 3.1 (p.13-15) · ⏱ ungefähre Dauer 20-40 min