DTC Atlas
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U0001Netzwerk
CAN-Netz · SAE
Hochgeschwindigkeits-CAN-Bus — Kommunikationsfehler

Bedeutung

Das Steuergerät, das diesen Code gesetzt hat, kann nicht mehr über den Hochgeschwindigkeits-CAN-Bus (HS-CAN) kommunizieren. Der Bus ist möglicherweise unterbrochen, kurzgeschlossen oder durch elektromagnetisches Rauschen so gestört, dass ein Datenaustausch zwischen den Modulen unmöglich ist.

Häufige Ursachen

  • Kurzschluss zwischen CAN-H und CAN-L oder gegen Masse/Versorgung
  • Offener Stromkreis auf einem oder beiden CAN-H/CAN-L-Leitungen
  • Fehlender oder offener CAN-Abschlusswiderstand (120 Ω)
  • Beschädigte Busleitungen oder Steckverbinder (Korrosion, Quetschung, Nagerschäden)
  • ECU/TCM/BCM mit defektem CAN-Treiber, der den Bus stört
  • Externe elektromagnetische Störungen, die das Differenzsignal beeinträchtigen

Symptome

  • Mehrere Warnleuchten gleichzeitig (ABS, SRS, Motor, Getriebe usw.)
  • Regelungsfunktionen inaktiv oder teilweise beeinträchtigt
  • Kombiinstrument mit fehlenden oder eingefrorenen Daten
  • Diagnosegerät kann mit einem oder mehreren Modulen nicht kommunizieren
  • Mögliche Fahrzeugimmobilisierung bei vollständigem Busausfall

Schweregrad

Sehr hoch: der Ausfall des Haupt-CAN-Busses kann aktive Sicherheitssysteme (ABS, ESC, Airbag) außer Betrieb setzen; das Fahrzeug darf nicht benutzt werden, bis der Fehler behoben ist.

Vorgehen

  1. Diagnosegerät anschließen und prüfen, welche Module nicht mehr auf dem HS-CAN kommunizieren
  2. Abschlusswiderstand des CAN-Busses zwischen CAN-H und CAN-L messen (Sollwert ca. 60 Ω bei zwei parallel geschalteten Abschlusswiderständen)
  3. CAN-Bus-Verkabelung auf Kurzschlüsse, Leitungsunterbrechungen und beschädigte oder korrodierte Steckverbinder prüfen
  4. Mit Oszilloskop das CAN-H/CAN-L-Differenzsignal auf Störungen oder fehlende Pegel prüfen
  5. Störende Module identifizieren und isolieren; defektes Modul oder Kabelbaumsegment ersetzen

Formatumrechnung

SAEU0001
HEXC001
VAG49153
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